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Fernrohrempfehlungen

Seit 1982 haben wir jede Woche einige Fernrohre verkauft. Sehr schnell haben wir gelernt, daß die überwiegende Zahl unserer Fernrohrkunden später kein aufwendigeres Instrument kauft, sondern eher in Zubehör und Literatur investiert

Natürlich können wir uns einbilden, daß dies an unserer "perfekten" Beratung liegt, wahrscheinlicher ist jedoch, daß viele Astronomiefreunde aus Zeitgründen nach dem Erstkauf erst gar nicht bis zum größeren Instrument vordringen. Dies wird durch viele Gespräche bestätigt.

Da aber auch nach der aufwendigen Beratung noch Unsicherheit bleibt, werden wir oft um Vorschläge gebeten.

Also dann unsere Vorschläge:

Wenn Sie eine Sternwarte besichtigen, werden Sie feststellen, das dort für verschiedene Aufgaben auch verschiedene Instrumente eingesetzt werden. Profis haben keine Universalteleskope, die gibt es nur in der Werbung. Machen Sie es ansatzweise genauso.

Man startet mit einem kleineren Refraktor, z.B. dem Vixen Vixen A 80 MWT-GPE, einem 80 mm Fraunhofer mit dem moderaten Öffnungsverhältnis von 1:11. Hier ist der Wirkungsgrad unserer Investition optimal. Die Ansprüche an die Luftunruhe, das Seeing und das Temperieren der Optik sind sehr gering. Zeitaufwendige Justierungen der Optik kommen nicht vor. Die stabile Montierung ist auch für die ersten Schritte der Planetenfotografie geeignet. Knapp 1300 € sind gut investiert.

Großflächige Objekte bis etwa 3 Vollmonddurchmesser sind mit diesem Modell zu beobachten. Allerdings ist die Belichtungszeit bei der Fotografie von Nebeln und Galaxien ziemlich lang.
 

Vixen A 80 MWT-GPE + Newton Tubus 135 =
Vixen A 80 MWT-GPE   Newton Tubus 135    

Daher ergänzen wir durch die Anschaffung eines 135 mm Newton-Tubus, der auf die gleiche Montierung paßt. Hier muß man irgendwann einmal weitere 600 € investieren und ist dann insgesamt komplett ausgestattet. Mit seinem Öffnungsverhältnis von fast 1:5 sind die Belichtungszeiten kurz genug, um kleine Schlampereien bei der Ausrichtung der Montierung zu verzeihen. Daher haben selbst Anfänger wenig Schwierigkeiten, die erreichbaren Messierobjekte abzubilden. Viele "erfahrene" Astronomieliebhaber werden jetzt einwenden, der Sprung lohne sich nicht, man gewinne nur eine halbe Größenklasse, dann solle man doch lieber gleich ein großes Gerät kaufen, wir haben aber für diesen Ratschlag gute Gründe: 
  • Die Montierung wird mit dem Mehrgewicht spielend fertig. 
  • Das Bildfeld ist mit 4,5 Vollmonddurchmessern viel größer, man kann auch großflächigere Objekte sehen 
  • Die Bildfeldwölbung des Newton erreicht absolut betrachtet nur kleine Werte, die fotografisch vertretbar sind. 
An seinem Beobachtungsstandort montiert man zuerst das 80M und benutzt dieses zur Beobachtung, bis der Newton ausreichend temperiert ist. Danach kann man diesen für Deep-Sky- Beobachtungen oder Fotografien einsetzen. Wer nur mit einem Newton arbeitet, steht meistens die erste Stunde daneben und wartet, bis sein Spiegelteleskop temperiert ist und endlich Lust hat, ein vernünftiges Bild zu zeigen.

Rechnet man noch einige Ausstattung hinzu - es gibt ja noch ein paar Gelegenheiten, sich diese schenken zu lassen - so erfordert die oben beschriebene Kombination einen Aufwand von 2.000 bis 2.500 €. Sie werden für diese Summe kein vergleichbares Einzelgerät finden, daß dieser Allroundkombination überlegen wäre.

Natürlich kann man mit größerem Etat auch eine größere Kombination wählen.
 

ED 103 SWT-SXW + Newton Tubus 200 =
Vixen ED 103 SWT-SXW   Newton Tubus 200    


Vixen ED 103 SWT-SXW 1:7,7 Semi-Apochromat auf der Sphinx-Montierung, später dann kombiniert mit dem Vixen R200SS - SXW 1:4 Tubus. Der Refraktor ist erstklassig und bleibt noch unter der kritischen Seeinggrenze, d.h. er kann in fast jeder klaren Nacht ausgenutzt werden, der Newton ist visuell für Deep-Sky-Beobachtungen gut, für Deep-Sky-Fotografien sogar sehr gut. Die neuen Sphinx-Montierungen verbinden die guten Optiken mit der Benutzerfreundlichkeit einer Starbook-GOTO-Steuerung. Natürlich liegen die Kosten (> 6.800 €) und Gewicht (> 35 kg) des kompletten Systems um einiges höher.

Wenn Sie lieber sofort mit einem computergesteuerten Modell anfangen wollen, empfehlen wir folgende Modelle aus dem Meade-Programm.
Das ETX 105 ist das mittlere von drei extrem kompakten und sehr leichten Teleskopen mit Computersteuerung. Die Geräte sind prädistiniert für höhere bis sehr hohe Vergrößerungen und daher optimal für die Beobachtung von Planeten, Mond, Kugelsternhaufen, kompakten Nebeln.

Ebenfalls vollmotorisiert und computergesteuert ist die Serie um die LXD75 Montierung. Besonders mit dem Modell LXD75 SN6 kann man wenig falschmachen. Das Teleskop ist immer noch sehr gut zu transportieren und ist sehr komplett ausgestattet. Ein Öffnungsverhältnis von 1:5 erlaubt auch die Beobachtung sehr großflächer Objekte, d.h. Sie können den kompletten Andromedanebel, der ja je nach Dunkelheit Ihres Standortes eine Fläche am Himmel von bis zu 6 Vollmonddurchmesser bedeckt, komplett übersehen.

Wer ein gabelmontiertes Schmidt-Cassegrain-Instrument sucht, das zudem auch "GPS-unterstützt" ist, sollte einmal über das Meade LX200GPS nachdenken. Die typische 8" Schmidt Cassegrain Optik ist in einer sehr stabilen Gabel montiert und sitzt auf einem guten Stativ. Der Antrieb und die Computersteuerungen arbeiten einwandfrei. Uns überzeugen das komplette durchdachte Paket und der günstige Preis.

Als kompakte Reiseausstattung empfehlen wir das Zeiss Diascope 85 T*FL  auf einem guten Fotostativ. Als ergänzender Feldstecher wäre ein wasserdichtes Glas der Dimensionen 8 oder 10 fach zu empfehlen. Diese Gläser sind einerseits auch noch universell, sprich bei Tagbeobachtung zu gebrauchen, andererseits aber am Himmel schon sehr eindrucksvoll. Unser Tipp, werfen Sie einmal einen Blick durch das Zeiss 8 x 42 FL.


© Optische und elektronische Geräte Jülich GmbH,  Bonn